Kameradschaftsbund Stainz
An sich legt der Kameradschaftsbund Stainz sein Augenmerk auf Tugenden wie Vaterlandsbewusstsein, soldatische Tradition, Kameradschaftspflege und Erinnerung an Gefallene und Vermisste. Kompetent zeigte er sich am vergangenen Samstag aber auch in der Durchführung seines alljährlichen Preisschnapsens in der Festhalle Stallhof. 113 Teilnehmer: innen (26 Frauen, 87 Männer) waren gekommen, um den Kampf um Geschenks Körbe, Einkaufsgutscheine und Sachpreise aufzunehmen. Das Schiedsgericht mit Ing. Mario Kühweider, Bernhard Primus, August Adam, Karl Adam und Wilhelm Leitl hatte in der Vorbereitung ein klares Procedere ausgearbeitet, das eine Unklarheit während des Bewerbes nahezu unmöglich gemacht hat. Im Kaufpreis von 15 Euro waren drei Lebens Bons enthalten. Es gab eine Gesamtwertung für den gesamten Pulk, für die beste Frau war ein eigener Siegespreis reserviert.
Begrüßung der Teilnehmer: innen
"Letzte Möglichkeit!", rief Schriftführer Mario Kühweider alle potenziellen Schnapser: innen im Saal zur Anmeldung für den Bewerb auf. Die Begrüßung war die Sache von Obmann Vbgm. Franz Hopfgartner, der alle Teilnehmer: innen und besonders Bürgermeister Karl Bohnstingl (er schnapste auch mit), Vorstandsmitglied Erich Brandstätter, Bezirksobmann Markus Poscharnik sowie die Obleute Helmut Prattes (Frauental), Herbert Weinberger (Soboth), Jörg Galler (Osterwitz), Alfred Wölkart (St. Oswald-Kloster) und Teilnehmer: innen aus den Ortsverbänden Groß St. Florian, Lannach, Preding und St. Josef herzlich willkommen hieß. "Ich danke aufrichtig für die Unterstützung", wandte er sich an alle Sponsoren, die Mitwirkenden aus dem Ortsverband und das Schankteam rund um Kommandant Johann Pitter. "Wir haben etwa hundert Vorverkaufskarten an den Mann/die Frau gebracht", gab er bekannt, dass für beinahe jeden Teilnehmer: in einen Preis vorbereitet ist. Von der Empore klinkte sich auch DJ Josef "Joe" Hohensinger in die Eröffnung ein.
Ausreichend Platz für Schmäh
Die Exaktheit in der Wertung war auch dem Umstand geschuldet, dass penible Spielregeln angewendet wurden. Spiel nur mit doppeldeutschen Karten, vor Spielbeginn die Karten durchzählen und Zwanziger und Vierziger sind aufzuschlagen, waren solche Vorgaben. Es ging aber auch um das – erlaubte – Durchschneiden der Karten und das – ebenfalls erlaubte – Austauschen oder Zudrehen auch bei der letzten Karte und die Möglichkeit, mehrmals ein Freilos zu ziehen. Bei Streitfällen – so die schwerwiegendste Regel – war das Spiel unter Aufsicht der Spielleitung neu auszutragen. Trotz aller Strenge blieb aber für so manchen "Sager", ausreichend Schmäh und die eine oder andere Selbsteinschätzung ("i hätt‘ eh, wenn er mi loss’n hätt") Zeit. Auch dem Brauch, ein Getränk "mitlaufen" zu lassen, wurde gehuldigt. Erwähnenswert: Wolfgang Kumpusch, der einen Geschenks Korb gewonnen hatte, stellte diesen dem Schiedsgericht zur Verfügung. Knapp vor zwanzig Uhr dann die Siegerehrung: Johann Resch (Rassach) siegte vor Johann Freiding (Pichling) und Richard Krenn (Trog). Bei den Frauen machte Gertrude Reinbacher (Ettendorf) vor Eva Waltl (Stainz) und Olga Pölzl (Bad Gams) das Rennen.