OV Ehrenhausen
Obmann Franz SPREITZER
8461 Ehrenhausen
e-mail: OEKB.Ehrenhausen@gmx.at
ZVRNR: 488229346
Obmann Franz SPREITZER
8461 Ehrenhausen
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Juli 24, 2020
Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden verschiedene Heimkehrerbünde, Kriegervereine und Soldatenbünde, die von den Behörden schwer zu überblicken waren. Erst 1926 waren die Verhältnisse so weit geklärt und die Kameraden von Ehrenhausen spalteten sich nach 1926 von Gamlitz ab. Sie gründeten 1928 ihren eigenen Verein. Die Gründung dieses Vereins veranlasste der Autounternehmer und Hausbesitzer Johann Neubauer. Im Laufe des Jahres 1933 wurden die verschiedenen Kameradschafsverbände in die innenpolitischen Querelen hineingezogen und als Folge davon am 19. April 1938 von der steirischen Sicherheitsdirektion aufgelöst. Der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahre 1938 bedeutete auch das Ende der steirischen Kameradschaftsvereine und die Übernahme in den nationalsozialistischen Reichskriegsbund "Kyffhäuser". Für die Aufnahme in den Reichskriegerbund waren vom Antragsteller folgende Daten zusätzlich zu erheben:
Am 12.2.1944 fand ein Generalappell statt, bei dem 64,97 RM gesammelt werden; von diesem Betrag verblitzen die Sammler beim Gasthaus Halbwirth einen Liter Wein zum Preis von 3.60 RM. Als Schriftführer fungiert im Jahr 1943 Vinzenz Strohmaier. Der Mitgliederstandesausweis des nationalsozialistischen Reichskriegerbundes aus dem Jahr 1941, Kriegerkameradschaft Ehrenhausen, enthält 71 Personen. Dazu kommen noch 16 Mitglieder aus Berghausen, Ottenberg, Platsch und Zieregg sowie 9 aus Retznei.
Juli 24, 2020
Am 8. Mai 1945 kapitulierte Deutschland. Nun war der Weg frei für die Neugründung einer neuen Kriegerkameradschaft Ehrenhausen. Der Ehrenhausener Schmiedmeister und Bürgermeister Vinzenz Strohmaier lud im November 1945 die Heimkehrer aus dem Zweiten Weltkrieg und die Veteranen des Ersten Weltkrieges zu Zusammenkünften in die Gasthäuser Kügerl, Halbwirth und Suppan ein, wo der Obmann die Wünsche der britischen Militärregierung präsentierte. Dem "Kameradschaftsverein der ehemaligen 47er und 26er des 3. Korps in Ehrenhausen bewilligte die BH Leibnitz für 2. Dezember 1945 eine erste Ausrückung mit drei Böllerschüssen. Der Verein ersuchte die Engländer an dieser Veranstaltung teilzunehmen und stellte den gemeinsamen Besuch des "Vergüngungslokales" Reibenschuh in Aussicht. Der Bürgermeister bat die Bierniederlage in Leibnitz um eine Sonderzuweisung von Bier an die Ehrenhausener Wirten Bier für 200 bis 300 Personen, damit die Veranstaltung nicht zu "trocken" ablief.
Am Sonntag, den 17.12.1950 findet mit Beginn 10 Uhr vormittags im Gasthaus Josef Halbwirth in Ehrenhausen eine Besprechung der Kameraden wegen der Neuorganisation des Kameradschafsvereines statt.
Am 19.8.1951 bewilligte die Sicherheitsdirektion für Steiermark die neuen Vereinsstatuten. Am 31. August 1951 zeigte Ehrenhausen die Bildung eines neuen Vereines unter der Bezeichnung "Unterstützungs- und Wohltätigkeitsverein in Ehrenhausen an", der mit Bescheid vom 7.11.1951 unter Hinweis auf den gleichnamigen Landesverband bewilligt wird. Die Landesregierung erteilt dem Verein die Zustimmung sich die alten Fahnen vom Landesmuseum Joanneum auszuleihen. 1951 ist Schiefer Franz zum Vereinsobmann bestellt.
Im April 1954 mahnt der Bezirksobmann Ferdinand Strohmaier aus Wagna die Vereinsführung von Ehrenhausen nachdrücklich die Umbenennung des Vereines in "Kameradschaftsbund" bei der BH Leibnitz durchzuführen. Am 28. November 1954 ladet Pfarrer Knoth den Kameradschaftsbund zur Weihe der Kriegergedächtnisglocke ein. 1955 fungiert Kamerad Franz Edelsbrunner als Vereinsobmann, 1958 leitet Maurermeister Josef Kotnik den Kameradschaftsbund Ehrenhausen. Am 6.3.1955 erthält vom Landesverband für Steiermark Vinzenz Strohmaier für seine 40jährige Tätigkeit im Kameradschaftsbund die Goldene Medaille.
Aus dem Jahr 1960 besteht eine Standesliste des Ortsverbandes Ehrenhausen mit den angeschlossenen Gemeinden Obervogau und Retznei. Obmann ist Franz Schiefer.
Juli 24, 2020
Obervogau und Retznei verfügen über eigene Gedenkstätten. Sowohl der Verein als auch die beiden Kriegerdenkmäler stammten aus dem 20. Jahrhundert.
An die Opfer des Ersten Weltkrieges mahnt in Ehrenhausen ein Epitaph an der Kirchenmauer. Im Juni 1953 legt der Ehrenhausener Architekt S. Hausleitner einen Entwurf für die Errichtung eines Kriegerdenkmales am Aufgang zum Mausoleum vor. Der ideal gelegene Platz gehörte zu einem danebenliegenden Wirtschaftsgebäude und bot als Düngerstätte keinen schönen Anblick. Im Laufe des Jahres 1952 finden bereits Vorarbeiten für die zukünftige Gedenkstätte statt. Am 29.9.1953 findet im Gasthof Halbwirth eine Sitzung des Ausschusses statt, zu der auch der Denkmalausschuss eingeladen ist. Am 4. Oktober 1953 efolgt die Einweihungdes neu errichteten Denkmales unter Böllerschüssen.